Opitz-Neubauer-Stiftung
Die Opitz-Neubauer-Stiftung
Die Opitz-Neubauer-Stiftung ist die Sozialstiftung der Thüringer Feuerwehren. Sie würdigt das außergewöhnliche Engagement der Feuerwehrangehörigen und unterstützt diese sowie ihre Familien in schwierigen Situationen. Die Stiftung steht für Kameradschaft, Solidarität und Verantwortung innerhalb der Feuerwehrfamilie.
Hindergrund
Während eines Brandeinsatzes an einem Futtermittelsilo in Niederpöllnitz im Landkreis Greiz ereignete sich am 15. August 2003 ein schweres Explosionsunglück. Infolge dieses Einsatzes kamen zwei ehrenamtliche Thüringer Feuerwehrangehörige ums Leben, mehrere weitere Kameraden wurden zum Teil schwer verletzt. Das Ereignis erschütterte die Thüringer Feuerwehren nachhaltig.
Die große Anteilnahme und Spendenbereitschaft für die Verletzten sowie für die Angehörigen der getöteten Kameraden führte beim Thüringer Feuerwehr-Verband zu der Erkenntnis, dass Unterstützung nicht auf Einzelfälle beschränkt bleiben darf. Vor diesem Hintergrund reifte die Entscheidung, eine dauerhafte Struktur zu schaffen, um Feuerwehrangehörige und deren Angehörige auch in anderen vergleichbaren Situationen unterstützen zu können.
In Gedenken an die bei diesem Unglück verstorbenen Kameraden Winfried Opitz und Holger Neubauer sowie im Bewusstsein, dass Feuerwehreinsätze trotz aller Sicherheitsmaßnahmen stets mit einem Restrisiko verbunden bleiben, wurde am 24. April 2004 die Opitz-Neubauer-Stiftung gegründet. Sie ist die Sozialstiftung der Thüringer Feuerwehren und fest im Thüringer Feuerwehrwesen verankert.
Die Stiftung steht für Kameradschaft, Solidarität und Verantwortung innerhalb der Feuerwehrfamilie. Sie versteht sich als Ausdruck eines gemeinsamen Selbstverständnisses: füreinander einzustehen – auch über den aktiven Einsatz hinaus.
Stiftungszwecke
Es sind die meist motivierten, leistungsfähigen und qualifizierten Menschen in der Bevölkerung, die bürgerschaftliches Engagement zeigen und sich freiwillig in ihrer Kommune für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr verpflichten. Diese Bürgerinnen und Bürger nehmen jährlich mindestens 40 Stunden unentgeltlich an Übungseinheiten teil, absolvieren darüber hinaus zahlreiche Aus-, Weiter- und Fortbildungen, bilden ihre Jugendfeuerwehrangehörigen aus und übernehmen in ihrer Freizeit die Brandschutzerziehung in Schulen.
Trotz aller Vorsicht und einer sehr guten Ausbildung sind Feuerwehrleute den unterschiedlichsten Gefahren im Einsatz ausgesetzt. Jeder Einsatz birgt daher ein gewisses Restrisiko. Kommt es zu einem Unfall, verändert sich das Leben der Feuerwehrleute schlagartig: Aus Helfern werden Hilfebedürftige. Belastende Einsätze können neben physischen Schäden auch psychische Folgen nach sich ziehen.
Grundsätzlich sind alle Feuerwehrleute gesetzlich versichert. Aufgrund sozialversicherungsrechtlicher Bestimmungen greifen diese Versicherungen jedoch in einigen Fällen nicht oder decken nur einen Teil des tatsächlichen Schadens ab, zum Beispiel bei Vorschäden. An dieser Stelle springt die Stiftung ein und unterstützt Betroffene.
Folgende Stiftungszwecke werden verwirklicht:
- die zusätzliche soziale und selbstlose finanzielle Unterstützung von im Dienst verunglückten Feuerwehreinsatzkräften oder Feuerwehreinsatzkräfte, welche sich im Dienst eine Krankheit zugezogen haben und dadurch in Not geraten sind, bzw. deren Hinterbliebenen
- die finanzielle Unterstützung von Kindern und Jugendlichen der Jugendfeuerwehren, die aus sozial schwachen Familien stammen, um bspw. die Teilnahme an kostenpflichtigen Angeboten der Jugendfeuerwehren ermöglichen zu können, wenn die Teilnahme ansonsten nur sehr schwer bzw. ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung nicht möglich wäre, dies soll die soziale Ausgrenzung und die damit verbundene fehlende Teilhabe dieser Kinder und Jugendlichen an der Gesellschaft durch Gewährung eines Zuschusses abmildern,
- die Unterstützung von Einsatzkräften der Feuerwehr bei der Bewältigung besonders belastender Einsatzerfahrungen, z. B. bei Konfrontation mit getöteten Opfern, schweren Verkehrsunfällen oder dem Massenanfall von Verletzten durch geeignete Präventionsmaßnahmen und Begleitangebote.
Sie wollen helfen?
Mit Ihrer Spende oder Unterstützung helfen Sie dort, wo gesetzliche oder andere Hilfen nicht ausreichen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Solidarität innerhalb der Thüringer Feuerwehr und unterstützen Kameradinnen und Kameraden sowie den Feuerwehrnachwuchs in schwierigen Lebenssituationen.
Jede Hilfe zählt – vielen Dank für Ihr Engagement!
Spendenkonto der Opitz-Neubauer-Stiftung
Kontoinhaber: Opitz-Neubauer-Stiftung
IBAN: DE22 8205 1000 0125 1241 12
BIC: HELADEF1WEM
Kreditinstitut: Sparkasse Mittelthüringen
Verwendungszweck: Spende
Die Opitz-Neubauer-Stiftung ist als gemeinnützige und mildtätige Stiftung anerkannt und ist berechtigt Zuwendungsbestätigungen (Spendenbescheinigung) zu steuerrechtlichen Geltendmachung auszustellen.
Hinweis: Für die Ausstellung einer Spendenbescheinigung geben Sie bitte Name und vollständige Adresse im Verwendungszweck an oder senden Sie diese Angaben per E-Mail an: info@opitz-neubauer-stiftung.de